Sprachentwicklung von Kleinkindern fördern

Sprachentwicklung Kleinkind

Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie mit Ihrem Baby bereits in frühen Stadien der Sprachentwicklung kommunizieren können.

Wir haben 18 Maßnahmen für Sie, um besser mit Ihrem Kind zu kommunizieren. Helfen Sie Ihrem Kind bei der Sprachentwicklung, ohne sich dabei zu stressen.

1. Benennen Sie Gegenstände und Handlungen. Beginnen Sie schon früh (ca. ab dem 3 Monat) auf Gegenstände zu zeigen und benennen Sie diese.

Wichtig dabei ist, dass Sie zum gleichen Gegenstand immer wieder den selben Ausdruck benutzen.

Beispiel: Zeigen Sie auf den Tisch und sagen Sie „Tisch“, zeigen Sie auf den Ball und sagen Sie: „Ball“ usw.

Aber auch bei Handlungen können Sie die gleiche Bezeichnung immer wieder benutzen. Um es dem Kind einfacher zu machen, können Sie in der Anfangszeit auch Lallsprache benutzen, wie z.B. Am-am für Essen, nuk-nuk für die Flasche, Ah-ah wenn die Windeln voll sind, usw.

Auch wenn das Kind diese Laute nicht sofort wiederholt, wird es sich diese mit der Zeit merken und nach und nach selbst benutzen.

2. Bestätigen Sie das Kind. Wenn das Kind Ihnen Zeichen, Laute und Gesichtsausdrücke zeigt, dann sollten Sie darauf reagieren. Wenn es Sie z.B. anlächelt, dann sollten Sie zurücklächeln. Wenn es Ihnen etwas gibt, dann sagen Sie: „Danke“ oder umarmen es.

3. Geben Sie Ihrem Kind viel Zuneigung. Wenn es Zuneigung bekommt, dann ist das Kind viel eher bereit, mit Ihnen zu kommunizieren. Zuneigung ist ein Träger für Kommunikation. Sie sprechen ja auch viel lieber mit jemanden, der Sie mag und es auch zeigt. Während Sie mit Ihrem Kind sprechen, zeigen Sie ihm, dass Sie es total mögen/lieben haben. Sprechen Sie mit einer warmen menschlichen Stimme voller Affinität.

4. Üben Sie einzelne Buchstaben. Sprechen Sie das Alphabet zum Kind mit deutlichen Mundbewegungen. Sie können daraus tatsächlich ein Spiel machen. Mehrmals täglich, können sie die Aufmerksamkeit des Kindes bekommen, es lächelnd anschauen und immer wieder deutlich A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T V X Y Z sagen.

5. Wiederholen Sie, was das Kind sagt. Die Natur gab uns den Instinkt mit dem Baby zu brabbeln. Sie können noch einen Schritt weitergehen und das Kind bewusst imitieren. Das geht wie folgt: Ihr Kind sagt: „DADA“, dann wiederholen Sie „DADA“, u.s.w. Nachdem das Kind gemerkt hat, dass es ein Spiel ist und Sie es eine Weile gemacht haben, können Sie die Sache umdrehen und von sich aus etwas sagen. Machen Sie dafür auffordernde Gesten, so dass das Kind Ihnen jetzt nachspricht. Man kann schon bei Säuglingen ab dem 2. Monat mit einfachen Lauten anfangen.

5. Beobachten Sie das Baby. Achten Sie darauf, mit welche Methoden Ihr Kind versucht, mit Ihnen zu kommunizieren. Welche Zeichen gibt es Ihnen? Was könnten die verschiedenen Laute bedeuten? Was der jeweilige Gesichtsausdruck? Wann schreit es und wie schreit es?

6. Zufriedensein und Unzufriedensein erkennen. Die erste Kommunikation Ihres Babys ist das Zufriedensein oder Unzufriedensein. Das geht vom Lächeln / Lachen bis zum Weinen/Schreien. Aber auch die Blickrichtung, das Strampeln und die Körperhaltung können auf einiges schließen lassen. Auf diese Grundlagen können Sie aufbauen.

7. Sprechen Sie mit hoher Stimme. Man hat festgestellt, dass Babys bevorzugt auf Stimmen in hoher Lage reagieren. Sprechen Sie mit viel Zuneigung, Wärme und Menschlichkeit.

8. Singen Sie dem Kind etwas vor. Das Kind entspannt sich nicht nur beim Singen, es lernt auch die verschiedenen Laute, da Sie beim Singen besonders deutlich und laut ausgesprochen werden. Sie können dem Kind z.B. beim Essen, zum Schlafengehen oder nebenbei etwas vorsingen.

9 Trainieren Sie das Gehör des Babys. Vor allem in den ersten Lebensmonaten spielen die verschiedenen Geräusche eine große Rolle für das Kind. Erzeugen Sie verschiedene Geräusche und schulen Sie so das Gehör des Babys.

10. Zeigen Sie dem Kind, wenn Sie etwas nicht mögen. Sie sollten dem Kind ausdrucksstark zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist oder dass Sie etwas nicht mögen. Z. B. wenn es Ihr Gesicht kratzt, würden Sie laut und deutlich „Nein“ sagen, so dass es unmissverständlich ist, dass Sie es nicht möchten.

Bei einem älteren Kind können Sie es etwas härter am Arm greifen, so dass Sie die ungeteilte Aufmerksamkeit haben und es weiß, dass es Ihnen ernst ist.

Wichtig ist, dass Sie konsequent sind und es nicht sofort wieder in den Arm nehmen, wenn es anfängt zu weinen. Es sollte unbedingt lernen was richtig und was falsch ist. Später reicht ein einfaches „Nein“.

Körperliche Züchtigung ist selbstverständlich tabu.

11. Dem Kind beibringen, sich auch mit Zeichen zu verständigen. Eines der ersten Schlüssel-Kommunikationsmittel ist das Zeigen mit dem Finger auf Gegenstände, Räume oder Personen, die man meint. Dies wird in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr erlernt.

Fangen Sie einfach damit an, mit dem Zeigefinger auf Gegenstände, Personen und Orte zu zeigen. Sie werden bald sehen, dass auch Ihr Kind das nachahmt.

Man kann auch verschiedene Zeichen einführen, z.B. für „mehr“, „Hunger“, „Durst“, „nein“, „ja“ usw.. Man sollte darauf achten, dass diese Zeichen auch von Nicht-Eingeweihten verstanden werden. Hier ein paar Beispiele:

– Für Hunger: Kreisende Bewegungen mit der flachen Hand um den Bauch herum.

– Für Durst: Den Daumen immer wieder an die Lippen tippen, wobei die Faust geballt bleibt.

– Für mehr: Hand winkt zum Gesicht hin (immer wieder, als würde man sich Luft zuwedeln)

– Für Ja: Starkes Nicken

– Für Nein: Sich mit dem Gesicht stark nach links und rechts bewegen

Mit dieser Zeichensprache kann man sich dann unter Umständen das Wichtigste mitteilen. Achten Sie auch darauf, dass Sie mit jedem Zeichen, immer das dazugehörige Wort aussprechen.

12. Versuchen Sie, die Zeichen des Kindes zu verstehen. Babys fangen schon früh an, uns Zeichen zu geben. Es wäre besser, wenn wir diese eindeutig verstehen. Beobachten Sie Ihr Kind und beginnen Sie, die verschiedenen Reaktionen zu verstehen.

Eine schöne Videodokumentation erhalten Sie in dem Youtube-Kanal: Signale des Babys.

13. Sprechen Sie das Kind mit seinem Namen an. Wenn Sie zu Ihrem Kind sprechen, sollten Sie häufig seinen Namen benutzen. So wie bei Erwachsenen auch, fühlt sich das Kind dann eher angesprochen und gibt Ihnen mehr Aufmerksamkeit.

14. Schauen Sie das Kind an, wenn Sie mit ihm sprechen. Ein Distanz von ca. einem halben Meter ist für Ihr Kind sehr angenehm, damit es Ihre Mundbewegung und Ihren Gesichtsausdruck gut mitbekommen kann.

15. Wenn Sie Ihrem Kind einen Gegenstand geben, dann sollten Sie jedes Mal dessen Bezeichnung aussprechen. Man könnte, wenn das Kind z.B. auf den Teddy zeigt, es fragen: „Möchtest du den TEDDY haben“ und während man ihm den Teddy gibt, sagen: „Hier hast du den TEDDY“, wobei man jedes mal die Betonung auf das Wort Teddy legt.

Nehmen Sie das Baby ernst, wenn es schreit. In den ersten Lebensmonaten ist das Schreien eines der wenigen Kommunikationsmittel, die das Baby besitzt. Wenn es schreit, dann möchte es Aufmerksamkeit und häufig signalisiert es Ihnen damit, dass etwas nicht stimmt. Ignorieren Sie es nicht einfach. Zu häufiges Ignorieren könnte die spätere Kommunikationsbereitschaft schmälern.

Auf der anderen Seite sollten Sie das Schreien nicht übergewichten. Versuchen Sie, ein Gehör dafür zu entwickeln, in welchem Ausmaß es Sie in dem Moment braucht. Die häufigsten Ursachen für das Schreien sind: 1. Ihr Baby will gefüttert werden 2. Ihr Baby sucht körperliche Nähe zur Mutter 3. Ihr Baby ist müde 4. Ihr Baby will etwas haben 5. Ihr Baby will beschäftigt werden

16. Zeigen Sie dem Kind, dass Sie sich über seine Dasein freuen. Kinder die sich willkommen und geliebt fühlen, sind eher bereit zu kommunizieren.

17. Bauen Sie eine Beziehung auf.
Beobachten Sie Ihr Kind. Studieren Sie das Schreiverhalten. Versuchen Sie es zu verstehen. In den ersten Tagen nach der Geburt ist es wichtig, dass Ihr Kind viel Ruhe hat aber dann können Sie anfangen mit dem Kind zu sprechen. Sagen Sie ihm, dass es willkommen ist und freunden Sie sich mit Ihrem Kind an.

18. Stellen Sie sich vor es könne Sie verstehen. Auch wenn es etwas esoterisch klingt, so hilft der Gedanke, dass das Kind Sie verstehen kann, beim Kommunizieren. Es ist ein bisschen magisch.

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