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Hinweis für Eltern: Wenn Ihr Kind sehr zappelt, quengelt, schreit, nicht zur Ruhe kommt, aggressiv oder unaufmerksam ist, dann ist das NORMAL. Babys und Kinder sind häufig so! Viel Liebe, Verständnis und eine gelassene, ruhige Einstellung können hier Abhilfe schaffen.

 

Artikel: "Ernährung! Was und Wann?"
*** 4 grundlegende Entwicklungsstufen ***
 

Geben Sie Ihrem Kind 6 - 24 Monate lang Muttermilch. Muttermilch ist das beste Nahrungsmittel für den Säugling.

Muttermilch enthält alle Schutz- und Vitalstoffe, die das Kind benötigt. Es ist der Wissenschaft bislang noch nicht gelungen, einen angemessenen Ersatz zu finden.

Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollten Kinder bis zum sechsten Lebensmonat ausschließlich Muttermilch bekommen.

In Ausnahmefällen kann die Qualität und Quantität der Muttermilch nicht ausreichend sein. Stress, schlechte Ernährung, Krankheiten, Medikamente und Umweltgifte sind manchmal die Ursache für eine Verschlechterung der Muttermilch. Wenn Sie wissen, dass die Qualität oder Quantität Ihrer Milch nicht ausreichend ist und die Tipps auf der Seite über das Bruststillen Ihnen nicht weitergeholfen haben, empfehlen wir Ihnen,  Muttermilchersatz und ab dem 4 Monat Früchte- und Gemüsebrei  zuzufüttern. Ansonsten bitte in den ersten 6 Lebensmonaten nur Muttermilch und nichts anderes.

Hierzu sei noch gesagt, dass viele Mütter fälschlicher Weise meinen, dass Ihre Milch nicht gut genug ist. Das mag daher kommen, dass die Muttermilch, im Vergleich zur Kuhmilch, dünnflüssiger ist und eine andere Farbe hat (manchmal sogar, wegen dem Vitamin-B2-Gehalt, bläulich schimmert). Auch ist die Quantität der Milch viel geringer als z.B. bei einer Kuh. Lassen Sie sich deshalb nicht täuschen. Lassen Sie sich auch nicht dadurch beirren, dass andere Babys, die Muttermilchersatz bekommen, schneller wachsen und dicker werden. Das liegt hauptsächlich nur an dem starken Fett und Zuckergehalt der Flaschennahrung. Gesundheitlich sind solche Babys viel schlechter gestellt, als die Babys, die ausreichend gesunde Brustmilch von Ihrer Mutter erhalten haben; ganz zu Schweigen, von dem seelischen Empfinden des Kindes, wenn es die Brust bekommt.

Wenn Sie stressfrei leben, keine besonderen Medikamente oder Drogen einnehmen, sich bewusst ernähren, keine speziellen Krankheiten haben und keiner Umweltbelastung ausgesetzt sind (wie z.B. durch Luft oder Wasserverschmutzung), dann können Sie dem Kind ohne weiteres Ihre Milch geben.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

- Nimmt Ihr Baby an Gewicht zu oder ab (Anmerkung: In den ersten zwei Wochen kann es zu einem Gewichtsverlust kommen).

- Wie häufig möchte das Baby trinken (8-14 mal ist normal)

- Können Sie das Baby schlucken hören

- Fühlt sich die Brust leerer an, nachdem das Kind getrunken hat

- Gibt es nasse Windeln.

- Sieht das Kind gesund aus.

- Ist es ein ziehendes Gefühl, wenn das Kind saugt oder eher ein schmerzvolles beißendes Gefühl (Das Kind könnte hier falsch anliegen).

Um das Risiko durch Umweltgifte zu minimieren, sollten Sie während der Stillzeit gespritztes Obst- und Gemüse vermeiden, Fleischkonsum verringern, kein Wasser aus der Leitung trinken und sich aus Gebieten mit hoher Luftverschmutzung fernhalten.


Ab dem 4. bis 6. Monat eignet sich z.B. Bananen-, Apfel-, Karotten- und Kartoffelbrei als zusätzliche Mahlzeit. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Nahrung selbst zubereiten und nicht einfach Fertignahrung verwenden. Frisch zubereitete Babynahrung aus biologischem Anbau ist bei weitem gesünder, als Fertignahrung aus dem Glas. Gläschen haben nur den einen Vorteil, dass Sie bequemer sind. Als Test können Sie einmal fein geriebenes Obst mit dem Brei aus dem Gläschen vergleichen, indem Sie beides ausprobieren. Sie werden schnell merken, dass das Obst im Gläschen fader und eher unappetitlicher schmeckt.

Bitte verwenden Sie nur Bioprodukte, weil bei den meisten herkömmlichen Früchten und Gemüse Pflanzenschutzmittel bzw. Insektengifte verwendet worden sind. Da diese Gifte in den Boden einsickern und dann von der Pflanze in jede einzelne Zelle transportiert werden, hilft es kaum, die Frucht oder das Gemüse zu waschen oder zu schälen. Nitrite im Gemüse können sogar zu innerem Ersticken führen.  Nitrite hemmen den Sauerstofftransport im Blut und  Kinder unter 6 Monaten haben bestimmte Eiweiße im Blutkreislauf noch nicht, die diesen Prozess umkehren könnten.

Bioprodukte sind keine Alternative, sie sind die einzige mögliche Wahl, wenn Sie ihr Kind nicht zusätzlich gefährden wollen.

Bereiten Sie Kartoffel- und Karottenbrei schonend zu (nicht zu lange und nicht zu heiß). Am besten Sie benutzen für Gemüse einen Dampfgarer  (Einsätze für Ihren Kochtopf finden Sie im Fachhandel).

Das fertige Gemüse zerstampfen Sie dann mit einer Gabel zu Brei. Sie können auch einen Mixer benutzen.

Verdünnen Sie den Brei mit ein wenig Wasser oder evtl. etwas Speiseöl.

Ab dem 4. Monat können Sie Ihrem Baby eine fein zerquetschte Banane geben.  Auch können Sie einen Apfel fein zerreiben und dazugeben. Zerreiben Sie die Früchte mit der feinsten Reibestufe auf Ihrem Reibe-Brett (mit den kleinsten Löchern).

Für den Anfang sind ein paar Teelöffel Brei genug. Sie können die Menge dann langsam steigern. Gewöhnen Sie das Baby langsam an den Brei.

In der Zwischenzeit sollten Sie das Kind ganz gewöhnlich weiterstillen.

Füttern Sie am Anfang und bei einem empfindlichen Baby eine Gemüse- oder Obstsorte nach der anderen. So haben Sie genug Zeit, um zu sehen, ob Ihr Baby auf eine bestimmte Sorte nicht  gut anspricht. Sie können z.B. eine Woche lang, es mit Karotten versuchen und dann eine Woche lang mit  Kartoffeln.

Lassen Sie sich nicht dadurch abschrecken, dass Ihr Kind anfänglich das Gesicht verzieht. Es drückt wahrscheinlich damit aus, dass es einen neuen und ungewöhnlichen Geschmack verspürt.

Geben Sie Ihrem Baby immer zuerst Ihre Muttermilch, bevor Sie es mit Brei füttern. Höherwertige Nahrung sollte immer Vorrang haben. Dies gilt  vor allem für das ganze erste Lebensjahr und darüber hinaus.


Für 6-8 Monate alte Babys eignet sich z.B. Kartoffeln, Broccoli, Karotten, Blumenkohl, Mais, Erbsen, Äpfel, Bananen und Birnen. Das Kind fängt in diesem Alter langsam an, zu kauen. Wenn die ersten Zähne kommen, ist dies ein gutes Anzeichen dafür, dass es körperlich bereit ist, feste Nahrung aufzunehmen. Falls es das noch nicht kann, sollten Sie weiterhin die Brust geben und gelegentlich mit Brei zufüttern. Ansonsten können Sie Ihrem Baby die Nahrung zerkleinern und es diese selbst essen lassen. Am besten legt man verschiedene Stückchen vor dem Baby auf den Tisch, so dass es sich diese selbst in den Mund stecken kann. Es sollten unterschiedliche Sorten sein und das Baby sollte selbst wählen können. Sie werden feststellen, dass es den einen Tag die eine Sorte bevorzugt und den anderen Tag eine andere. Wichtig ist, dass es so viel oder so wenig essen darf, wie es möchte. Zwingen Sie das Kind nicht.


Für 8-12 Monate alte Babys eignen sich z.B. Kartoffeln, Broccoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Sellerie, Zucchini, Kohlrabi, Rote Bete, Tomaten, Karotten, Mais, Zucchini, Erbsen, Spargel, Fisch, Eier, Fleisch, naturbelassener Jogurt, Käse, Äpfel, Bananen, Ananas, Datteln, Zwetschgen, Papaya, Grapefruit, Erdbeeren , Himbeeren, Honigmelone, Maracuja, Birnen, Orangen, Nektarinen und Weintrauben ohne Schale. Die Verdauung bei Ihrem Baby ist in diesem Alter schon weitestgehend ausgebildet. Es kann von nun an, alles essen, was leicht zerkaubar ist. Bei Nüssen sollten Sie noch etwas vorsichtig sein, weil Ihr Baby Nüssen verschlucken könnte. Alles andere, was man selbst isst, kann dem Baby jetzt problemlos gegeben werden, es sei denn, dass Ihr Baby eine Unverträglichkeit auf ein bestimmtes Nahrungsmittel hat. Achten Sie auf mundgerechte Portionen und das die Nahrung nicht zu heiß ist, bevor Sie es Ihrem Baby geben.
Bieten Sie Ihrem Kind bei jeder Mahlzeit eine Vielzahl an Nahrungsmitteln an. Sie werden merken, dass Ihr Kind mal das eine und mal ein anderes Lebensmittel bevorzugt.


 

 

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