Ernährungsplan / Beikostplan – Die richtige Baby-Ernährung

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In diesem Artikel geht es um einen Beikostplan und die richtige Ernährung für Ihr Baby in den ersten 12 Monaten.

Geben Sie Ihrem Kind in den ersten 6 – 24 Monate lang Muttermilch. Muttermilch ist die beste Ernährung für Ihr Baby.

Es ist gut einen Beikostplan zu haben. Manchmal ist Beikost für Ihr Baby auch angebracht. An dieser Stelle und noch bevor wir zur geeigneten Beikost kommen, sei erwähnt, dass Muttermilch die beste Ernährung ist. Die Natur hat es so ausgelegt, dass sich Kleinkinder von Muttermilch ernähren. Muttermilch enthält alle Schutz- und Vitalstoffe, die das Kind benötigt. Es ist der Wissenschaft bislang noch nicht gelungen, einen angemessenen Ersatz zu finden.

Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollten Kinder bis zum sechsten Lebensmonat ausschließlich Muttermilch bekommen.

In Ausnahmefällen kann die Qualität und Quantität der Muttermilch nicht ausreichend sein. Stress, schlechte Ernährung, Krankheiten, Medikamente und Umweltgifte sind manchmal die Ursache für eine Verschlechterung der Muttermilch. Wenn Sie wissen, dass die Qualität oder Quantität Ihrer Milch nicht ausreichend ist und die Tipps auf der Seite über das Bruststillen, ein Arzt und auch die Hebamme Ihnen nicht weitergeholfen haben, empfehlen wir Ihnen, Muttermilchersatz und ab dem 4 Monat Früchte- und Gemüsebrei zuzufüttern.

Hierzu sei noch gesagt, dass viele Mütter fälschlicher Weise meinen, dass Ihre Milch nicht gut genug ist. Das mag daher kommen, dass die Muttermilch, im Vergleich zur Kuhmilch, dünnflüssiger ist und anfänglich vielleicht eine andere Farbe hat (manchmal wegen dem Vitamin-B2-Gehalt sogar bläulich schimmert). Auch ist die Quantität der Milch viel geringer als z. B. bei einer Kuh. Lassen Sie sich deshalb nicht täuschen. Lassen Sie sich auch nicht dadurch beirren, dass andere Babys, die Muttermilchersatz bekommen, schneller wachsen und dicker werden. Das liegt hauptsächlich an dem starken Fett und Zuckergehalt der Flaschennahrung. Gesundheitlich sind solche Babys viel schlechter gestellt, als die Babys, die ausreichend gesunde Brustmilch von Ihrer Mutter erhalten haben; ganz zu Schweigen, von dem seelischen Empfinden des Kindes, wenn es die Brust bekommt.

Wenn Sie stressfrei leben, keine besonderen Medikamente oder Drogen einnehmen, sich bewusst ernähren, keine speziellen Krankheiten haben und keiner Umweltbelastung ausgesetzt sind (wie z.B. durch Luft oder Wasserverschmutzung), dann können Sie dem Kind ohne weiteres Ihre Milch geben.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

– Nimmt Ihr Baby an Gewicht zu oder ab (Anmerkung: In den ersten zwei Wochen kann es zu einem Gewichtsverlust kommen).

– Wie häufig möchte das Baby trinken (8-14 mal ist normal)

– Können Sie das Baby schlucken hören

– Fühlt sich die Brust leerer an, nachdem das Kind getrunken hat

– Gibt es ausreichend nasse Windeln.

– Sieht das Kind gesund aus.

– Ist es ein ziehendes Gefühl, wenn das Kind saugt oder eher ein schmerzvolles beißendes Gefühl (Das Kind könnte hier falsch anliegen).

Um das Risiko durch Umweltgifte zu minimieren, sollten Sie während der Stillzeit gespritztes Obst- und Gemüse vermeiden, Fleischkonsum verringern oder Biofleisch essen, kein Wasser aus der Leitung trinken und sich aus Gebieten mit hoher Luftverschmutzung fernhalten.

Ab dem 5. Monat eignet sich z. B. Bananen-, Apfel-, Karotten- und Kartoffelbrei als zusätzliche Mahlzeit.

Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Nahrung selbst zubereiten und nicht einfach Fertignahrung verwenden. Frisch zubereitete Babynahrung aus biologischem Anbau kann gesünder sein, als Fertignahrung aus dem Glas und schmeckt häufig auch besser. Gläschen hingegen sind bequemer und bereiten weniger Aufwand. Als Geschmacks-Test können Sie einmal fein geriebenes/püriertes Obst mit dem Brei aus dem Gläschen vergleichen. Probieren Sie mal beides aus.

Bitte verwenden Sie nur Bioprodukte. Bei den meisten herkömmlichen Früchten und Gemüse werden Pflanzenschutzmittel bzw. Insektengifte verwendet. Da diese Gifte in den Boden einsickern und dann von der Pflanze in jede einzelne Zelle transportiert werden, hilft es kaum, die Frucht oder das Gemüse zu waschen oder zu schälen.

Bioprodukte sind die einzige mögliche Wahl, wenn Sie ihr Kind nicht zusätzlich gefährden wollen.

Bereiten Sie Kartoffel- und Karottenbrei schonend zu (nicht zu lange und nicht zu heiß). Am besten Sie benutzen für Gemüse einen Dampfgarer (Einsätze für Ihren Kochtopf finden Sie im Fachhandel).

Das fertige Gemüse zerstampfen Sie dann mit einer Gabel zu Brei. Sie können auch einen Mixer benutzen.

Verdünnen Sie den Brei mit ein wenig Wasser oder evtl. etwas Speiseöl.

Ab dem 5. Monat können Sie Ihrem Baby eine fein zerquetschte Banane geben. Auch können Sie einen Apfel fein zerreiben und dazugeben. Zerreiben Sie die Früchte mit der feinsten Reibestufe auf Ihrem Reibe-Brett (mit den kleinsten Löchern), so dass ein Früchtebrei dabei herauskommt.

Für den Anfang sind ein paar Teelöffel Brei genug. Sie können die Menge dann langsam steigern. Gewöhnen Sie das Baby langsam an den Brei.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihr Kind die neue Nahrung gut schlucken kann, sollten Sie aus Sicherheitsgründen noch ein oder zwei Monate vergehen lassen.

In der Zwischenzeit sollten Sie das Kind ganz gewöhnlich weiterstillen.

Füttern Sie am Anfang und bei einem empfindlichen Baby eine Gemüse- oder Obstsorte nach der anderen. So haben Sie genug Zeit, um zu sehen, ob Ihr Baby auf eine bestimmte Sorte nicht gut anspricht. Sie können es z.B. eine Woche lang, mit pürierten Karotten versuchen und dann eine Woche lang mit pürierten Kartoffeln.

Lassen Sie sich nicht dadurch abschrecken, dass Ihr Kind anfänglich das Gesicht verzieht. Es drückt wahrscheinlich damit aus, dass es einen neuen und ungewöhnlichen Geschmack verspürt.

Geben Sie Ihrem Baby immer zuerst Ihre Muttermilch, bevor Sie es mit Brei füttern. Höherwertige Nahrung sollte immer Vorrang haben. Dies gilt vor allem für das ganze erste Lebensjahr und darüber hinaus.

Für 9 Monate alte Babys eignet sich z. B. Kartoffeln, Broccoli, Karotten, Blumenkohl, Mais, Erbsen, Äpfel, Bananen und Birnen.

Das Kind fängt in diesem Alter langsam an, zu kauen. Falls es das noch nicht kann, sollten Sie weiterhin die Brust geben und gelegentlich mit Brei zufüttern. Ansonsten können Sie Ihrem Baby die Nahrung weichkochen, zerkleinern und es diese selbst essen lassen.

Am besten legt man verschiedene Stückchen vor dem Baby auf den Tisch, so dass es sich diese selbst in den Mund stecken kann. Es sollten unterschiedliche Sorten sein und das Baby sollte selbst wählen können. Sie werden feststellen, dass es den einen Tag die eine Sorte bevorzugt und den anderen Tag eine andere. Wichtig ist, dass es so viel oder so wenig essen darf, wie es möchte. Zwingen Sie das Kind nicht. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind mit dem Kauen und Schlucken noch nicht so weit ist, können Sie sich auch Zeit lassen und dem Kind nur langsam an die Nahrung gewöhnen. Bitte bedenken Sie: Sicherheit hat immer Vorrang.

Für 10-12 Monate alte Babys eignen sich z. B. Kartoffeln, Broccoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Sellerie, Zucchini, Tomaten, Karotten, Mais, Zucchini, Erbsen, Fisch, Eier, Fleisch, naturbelassener Jogurt, Käse, Äpfel, Bananen, Ananas, Erdbeeren, Himbeeren, Honigmelone, Maracuja, Birnen und Weintrauben ohne Schale.

Die Verdauung bei Ihrem Baby ist in diesem Alter schon weitestgehend ausgebildet. Es kann von nun an, alles essen, was dem Alter entsprechend leicht zerkau- und schluckbar ist. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Kind keine Sachen isst, an denen es sich verschlucken kann. Achten Sie auf mundgerechte Portionen und das die Nahrung nicht zu heiß ist, bevor Sie es Ihrem Baby geben.
Bieten Sie Ihrem Kind bei jeder Mahlzeit eine Vielzahl an Nahrungsmitteln an. Sie werden merken, dass Ihr Kind mal das eine und mal ein anderes Lebensmittel bevorzugt.

Folgende Gemüsearten sollten bei Kleinkindern grundsätzlich vermieden werden, da Sie u.U. einen höheren Nitratgehalt haben könnten und das Kind dadurch eventuell geschädigt wird (Begründung: der Sauerstofftransport im Blut kann u.U. durch Nitrat – was im Körper zu Nitrit umgewandelt werden kann – gehemt werden und bei Kleinkindern zu innerem Ersticken mit tödlichen Folgen führen, da diese noch nicht die Eiweiße haben, um den Prozess umzukehren): Eisbergsalat, Rucola Feldsalat, Kopfsalat, Rettich, Kohlrabi, Fenchel, Rote Rüben / Rote Bete, Kresse, Spinat, Radieschen, Mangold, Rhabarber

Ein Gedanke zu „Ernährungsplan / Beikostplan – Die richtige Baby-Ernährung“

  1. Hallo an alle jungen Mütter,

    ab dem 6. Lebensmonat meines kleinen Manuels bereite ich ihm Babybrei selbst zu. Erst habe ich aufwendig mit Töpfen gekocht – bis ich einen kleinen Küchenhelfer von meinem Mann zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Echt super das kleine Gerät. Ich finde es wirklich wichtig Babykost selbst mit BIO Produkten zu kochen. Mit freundlichen Grüßen Audrey

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