Wenn das Baby schreit | So beruhigt man Kleinkinder | Einschlafhilfe für Babys

Baby beruhigen
Was tun, wenn das Baby schreit? Wie kann man es beruhigen? Gibt es Beruhigungs- und Einschlafhilfen für Kleinkinder?

Fest steht, dass ein Baby nicht viele Kommunikationsmittel zur Verfügung hat. Es schreit, um sich mitzuteilen.

Es folgen einige Beruhigungs- und Einschlafhilfe-Tipps für Kleinkinder:

Überprüfen Sie ob es gefüttert werden möchte. In den meisten Fällen schreit das Kind, weil es die Brust oder die Flasche will. Ein erstes Anzeichen für einen hungrigen Säugling: Das Baby bewegt suchend den Kopf und öffnet den Mund. Es beruhigt sich dann auch in aller Regel schnell wieder, wenn es gefüttert wird.

Vermeiden Sie dem Kind etwas wegzunehmen. Viele Babys, besonders wenn sie schon älter sind, schreien und weinen wegen eines Verlustes. Falls es sich nicht vermeiden lässt, geben Sie ihm wenigstens einen Ersatz.

Geben Sie Ihrem Kind Nähe. Ein Kind schreit weniger, wenn es sich beschützt und geborgen fühlt.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass das Kind die körperliche Nähe zur Mutter sucht und braucht.

Viele Kleinkinder fangen an zu schreien, weil Sie sich einsam fühlen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Kleinkinder und vor allem Neugeborene nicht von der Mutter getrennt werden sollten. Es ist ein entscheidender Faktor dafür, wie wohl sich Ihr Kind fühlt.

Nicht-einschlafen-können, häufiges Wach-sein und Schreien kann einfach dadurch ausgelöst werden, dass das Kind sich verlassen fühlt. Es ist damit beschäftigt, die Nähe der Mutter zu suchen. Das ist wie ein natürlicher Reflex.

Wir meinen, dass Ihr Baby weniger schreit und ruhiger schläft, wenn Sie die meiste Zeit mit dem Kind verbringen. Sie sollten deshalb zusammen mit dem Kind in einem Bett schlafen oder es z.B. im Wohnzimmer bei Ihnen schlafen lassen. Selbst wenn die Umgebungsgeräusche sehr laut sind, ist es immer noch besser für das Kind, als alleine in einem stillen Zimmer zu sein. Die Stimme der Mutter, die Stimme des Vaters und ja auch die Umgebungsgeräusche wirken beruhigend.

Falls Sie Angst haben, Sie könnten das Kind in Ihrem Bett erdrücken, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, wie z.B. ein Stillkissen zwischen sich und das Baby legen.

Auch sollten Sie das Kind vor einem Herausfallen aus dem Bett sichern.

Falls Sie Ihr Kind mit sich schlafen lassen, sollten Sie nur leichtes luftiges Bettzeug benutzen. Ein Bettdecke mit Löchern ist sehr praktisch, damit das Kind genügend Sauerstoff bekommt, selbst wenn die Decken aus Versehen über den Kopf des Kindes rutscht.

Falls Ihnen das trotzdem zu unsicher ist, sollten Sie das Kind nicht mit in Ihr Bett nehmen. Rücken Sie in diesem Fall das Babybett ganz nah an Ihr eigenes Bett heran, damit zumindest eine räumliche Nähe erreicht wird und das Kind bei Bedarf Ihr Gesicht sieht.

So bringen Sie das Kind zum Einschlafen: Vor allem jüngere Babys haben nicht selten Schlafprobleme. Sie wollen einschlafen und können es nicht. Falls das Kind schlafen möchte, können Sie es in den Schlaf singen, oder das Kind in den Schlaf wiegen oder es auf den Arm nehmen.

Viele Babys mögen keine Stille.  Sorgen Sie deshalb für ausreichend Hintergrundgeräusche. Man könnte sich z.B. mit jemanden in der Nähe des Kindes unterhalten. Oder erzählen Sie dem Kind mit ruhiger, warmer und verständnisvoller Stimme von Ihrem Tagesablauf, oder eine gute Geschichte oder eine Erzählung aus einem Märchenbuch.

Wenn Ihnen nichts einfällt oder Sie selbst auch müde sind, können sie einen Fernseher leise anstellen. Viele Kinder finden dies beruhigend.

Rhythmisch Bewegungen können auch helfen: Wenn Sie das Kind rhythmisch bewegen, fühlt es sich instinktiv wohl und es beruhigt sich.

Halten Sie eine festen Handlungsablauf ein: Wenn Sie vor dem Schlafengehen immer die gleichen Dinge tun, dann kann sich das Baby auf die kommende Schlafphase einstellen.

Benutzen Sie kein Kopfkissen.
Ein Kopfkissen verhindert, dass das Baby überschüssige Wärme abgeben kann. Außerdem ist die schiefe Kopflage nicht so gut für das Kind.

Überprüfen Sie die Windeln. Viele Babys schreien, wenn die Windeln voll sind. Wenn das Kind aber gerade schläft, kann die Windel auch etwas länger voll bleiben. Es ist besser, wenn die Nachtruhe nicht gestört wird.

Überprüfen Sie die Raumtemperatur. Zahlreiche wissenschaftliche Organisationen mahnen, dass die Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius betragen sollte. Die meisten Eltern überschreiten diesen Wert und machen es für das Baby zu warm. BBC-Berichten zufolge, soll eine zu hohe Raumtemperatur, eine der vermuteten Top-Ursachen für den plötzlichen Kindstod sein.

Hängen Sie also ein Thermometer auf und überprüfen Sie die Temperatur regelmäßig. Wenn gerade kein Thermometer zur Hand ist, können Sie überprüfen ob es Ihrem Kind zu warm oder zu kalt ist, indem Sie den Bauch fühlen. Lassen Sie sich nicht durch kalte oder warme Hände täuschen. Wenn das Kind schwitzt (feuchte Haare etc.) oder bereits Hitzepickel hat, dann wurden die Temperaturlimits bereits überschritten.

Ziehen Sie ein Kleinkind nicht viel wärmer an, als Sie selbst angezogen sind. Ziehen Sie das Kind nur etwas wärmer an, als das, was Sie selbst tragen. Kleine Babys überhitzen schnell, weil sie die eigene Körpertemperatur noch nicht so gut regeln können. Ein Überhitzen ist nicht nur unangenehm für Ihr Baby, es ist auch gefährlich.

Testen Sie, ob eine Seitenlage das Kind beruhigt. Manchmal beruhigen sich Neugeborene, wenn sie auf der Seite liegen. Es sollte aber vermieden werden, dass das Kind auf dem Bauch schläft.

Geben Sie Ihrem Kind das, was es haben möchte. Viele Schreiereien kann man dadurch vermeiden, dass man dem Kind das gibt, was es haben möchte oder einen Ersatz dafür findet.

Ignorieren Sie Ihr Kind nicht zu lange, wenn es schreit. Schreien ist das Signal für Eltern, dass etwas nicht stimmt. Kümmern Sie sich darum und versuchen Sie, herauszufinden, was verkehrt sein könnte

Zeigen Sie Ihrem Kind Dinge. Geben Sie Ihrem Baby etwas zum ansehen, anfassen oder spielen. Wenn das nicht hilft, dann nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm und zeigen Sie auf verschiedene Gegenstände im Raum. Die Gegenstände können auch etwas weiter weg sein.

Wechseln Sie die Umgebung für das Kind. Gehen Sie in verschiedene Räume oder auch mal raus für einen Ausflug. Versuchen Sie die Aufmerksamkeit des Kindes auf verschiedene Sachen zu lenken. Viele unterschiedliche Eindrücke können dafür sorgen, dass sich das Kind zum einen beruhigt und zum anderen dass es danach besser schläft.

Überprüfen Sie, ob das Kind bequem liegt. Manchmal schreit das Baby, weil es unbequem liegt. Sie können dann die Position des Kindes ein wenig verändern oder es für eine kurze Zeit auf den Arm nehmen.

Massieren Sie Ihr Baby. Mütter berichten, dass eine Babymassage dem Kind hilft sich zu beruhigen. Auch langfristig könnte sich ein Kind durch regelmäßige Babymassagen entspannen, da es sich umsorgter fühlt. Auch können Anspannungen in den Muskeln durch eine Babymassage gelindert werden. Dies könnte sich dann wiederum positiv auf den Wach- und Schlaf-Rhythmus des Kindes auswirken. Das Kind kann einfacher einschlafen.

Geben Sie dem Kind viel Liebe, Verständnis und Zärtlichkeit. Geliebte Kinder die viel Zuwendung und Verständnis bekommen sind zufriedener und schreien weniger. Als Grundregel gilt: Behandeln Sie Ihr Kind so, wie auch Sie behandelt werden möchten.

Verdunkeln Sie das Zimmer. Manchmal hilft Dunkelheit, damit das Baby länger schläft. Außerdem kann ein dunkles Zimmer beruhigen.

Bestimmte Zimmerfarben können besänftigen.
Grüne und blaue Farben sollen beruhigend wirken. Eventuell hilft ein Vorhang der das Zimmer in ein sanftes Grün oder Blau taucht.

Bringen Sie das Kind dazu ein Bäuerchen zu machen. Nachdem das Kind etwas getrunken hat, kann es sein, dass sich Luft angesammelt hat. Diese Luft kann sich sehr störend auf das Kind auswirken, vor allem weil es hinterher zu Bauchschmerzen kommen kann. Zwischen dem Trinken können Sie dem Kind leicht den Rücken massieren (in Kreisbewegungen). Auch leichtes Klopfen hilft dem Baby ein Bäuerchen zu machen.

Überprüfen Sie, ob das Kind krank ist. Manchmal schreit das Baby, weil es krank ist. Überprüfen Sie die Temperatur des Kindes und inspizieren Sie, ob es irgendwelche Abnormitäten gibt (Ausschläge, Hautverfärbungen, Husten, Schnupfen, Schwäche etc.). Konsultieren Sie ihren Kinderarzt, um sicher zu gehen.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen. In den ersten Lebensmonaten ist das Schreien eine der wenigen Kommunikationsmittel, die das Baby besitzt.

Wenn es schreit, möchte es Aufmerksamkeit und signalisiert das etwas nicht stimmt. Das ist ein wichtiger Überlebensmechanismus, den Kleinkinder über Millionen von Jahren entwickelt haben.

Auf der anderen Seite sollten Sie das Schreien nicht übergewichten.

Da Erwachsene mit Weinen und Schreien meistens Extrem-Situationen verbinden, täuschen sich viele, indem Sie meinen, Ihr Kind habe Schmerzen oder es stimmt etwas mit der Psyche nicht. Das könnte zwar sein, aber in den meisten Fällen stimmt das nicht.

Wenn das Kind Zähne bekommt, kommen Schmerzen schon häufiger vor.
Wir raten in diesem Fall zu sanften Methoden, wie z.B. dem Kind einen gekühlten Kauring zu geben.

Nach unserer Meinung sollten Sie hier keine Schmerzmittel verwenden. Schmerzmittel haben einige unerwünschte Nebenwirkungen und setzten das Kind einem erhöhten gesundheitlichen Risiko aus.

Geben Sie dem Kind die Chance, sich selbst zu beruhigen. Manchmal quengeln die Kleinen für einige Minuten und beruhigen sich dann schnell. Vor allem passiert dass, wenn Sie gerade von etwas Unangenehmen träumen. Ein unnötiges Einschreiten, würde dass Kind nur noch mehr irritieren. Warten Sie also ab, bevor Sie etwas unternehmen. Meistens beruhigt sich das Kind von alleine und hört auf zu quengeln.

Machen Sie sich klar, dass es auch andere Gründ geben könnte, als die hier beschriebenen. Vergessen Sie bei allen Maßnahmen nicht ein offenes Auge für andere Ursachen zu haben. Vielleicht kommen Sie auch ganz Intuitiv darauf, warum das Kind schreit.

In den ersten Tagen ist ein Schreibaby nichts Ungewöhnliches. Lassen Sie das Kind sein Geburtstrauma verarbeiten. In den ersten Tagen nach der Geburt kann es sein, dass das Kind das Trauma der Geburt durchlebt und deshalb viel schreit. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung für das Kind. Geben Sie ihm viel Zärtlichkeit mit häufiger Nähe zur Mutter.

Als letzter Punkt, wenn Nichts hilft und Sie ein bisschen Ruhe haben möchten, können Sie dem Baby einen Schnuller oder Finger. Manchmal ist es das Saugbedürfnis Ihres Säuglings, dass es zum Schreien brachte. Schnuller sind schon seit der Antike eines der beliebtesten Methoden, um das Kind zu beruhigen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn hinter dem Schreien ein anderes Problem steckt. Benutzen Sie diese Beruhigungsmethode nur für kurz. Ein guter Moment ist z. B., wenn das Kind Schreit und nicht mehr aus dem Schreien raus kommt. Eine kurze Beruhigung, kann dem abhelfen.

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