14 Tipps zur Babypflege

Babypflege

In diesem Artikel geht es um die richtige Wahl an Pflegeprodukten und Hygienetipps für Babys. 14 Tipps für die richtige Körperpflege/-Hygiene bei Kleinkindern.

  • Baden Sie das Kind nicht zu häufig. 2 bis maximal 3 mal pro Woche reichen völlig aus. Durch zu häufiges Baden verliert die Haut ihr natürliches Gleichgewicht. Benutzen Sie zum Baden für Ihr unter 6 Monate altes Baby ein Plastik-Badewanne für Babys.
  • Baden Sie ihr Kind mit der richtigen Temperatur. Die Temperatur für ein Babybad liegt bei 38 Grad Celsius. Benutzen Sie immer ein Wasserthermometer. Bei der Temperatur-Fühl-Methode mit der Hand kann man sich leicht irren.
  • Waschen Sie das Gesicht des Kindes nur mit Wasser. Die Gesichtshaut ist besonders auf den eigenen Säureschutzmantel angewiesen und sollte nicht gestört werden. Hinzu kommt, dass die Haut ihr eigenes Öl produziert, welches optimal auf alle Bedürfnisse abgestimmt ist.

    Überschüssiges Öl und Schmutz kann man leicht mit Wasser entfernen. Verwenden Sie einen lauwarmen Waschlappen.

  • Benutzen Sie verträgliche Babyseife / Babyshampoo. Für Haare und Haut sollte man eine Waschsubstanz benutzen, die sehr mild und verträglich ist. Möglichst ohne Parfüm, ohne Konservierungsstoffe, ohne Weichmacher, etc. Auch sollten Sie nur sehr wenig davon nehmen.(Du Babypflegeprodukte von Weleda eignen sich hierfür sehr gut).Die Haut Ihres Kindes braucht keine weiteren Pflegemittel. Eigentlich würden ein Waschlappen und lauwarmes Wasser völlig ausreichen. Alles weitere könnte das Gleichgewicht der Haut stören.  Informieren Sie sich in der Zeitschrift Ökotest, welche Produkte gut geeignet sind.
  • Reinigen Sie den Genitalbereich angemessen. Gehen Sie wie folgt vor: Nach dem Sie die Windel geöffnet haben, reinigen Sie den Genitalbereich vorsichtig. Benutzen Sie Reinigungstücher ohne Parfüm und unnötige Zusatzstoffe. Wir empfehlen Hipp Ultra Sensitiv. geeignet sind. Bei einem Jungen beachten Sie vor allem, keinen zu starken Druck auf die Hoden auszuüben.

Der Bereich unter der Vorhaut muss nicht gereinigt werden. Wenn Sie möchten, können Sie die Vorhaut ganz leicht und nur ein wenig zurückziehen (bitte extrem vorsichtig und ohne Druck auszuüben), damit Sie diesen Bereich säubern können. Wenn Sie diesen Bereich gar nicht reinigen, sollten Sie hin und wieder kontrollieren, ob es er sich nicht entzündet hat. Normalerweise ist der Penis aber vor Entzündungen geschützt.

Bei Mädchen kann man den Vaginalbereich reinigen, indem man mit dem Reinigungstuch in Richtung Anus putzt (ohne aber mit dem Tuch mehrmals über die gleiche Stelle zu fahren, so dass keine Bakterien in den Vaginalbereich übertragen werden). Es ist nicht nötig die Vagina bei jedem Windelwechsel zu säubern, da diese einen Selbstreinigungsmechanismus hat. Zu häufiges Putzen kann die Vagina unnötig reizen.

  • Babypuder, Babycreme / Wundschutzcreme oder Babyöl kann die Pflege unterstützen. Um Ausschläge zu vermeiden sollten Sie entweder Baby-Puder, Baby-Öl oder Baby-Creme benutzen. Finden Sie heraus, welches von den drei Ihr Kind am besten verträgt. Babycreme oder Babyöl aus dem Supermarkt muss nicht immer die beste Lösung sein. Etwas natives Bio-Mandelöl, Bio-Kokosöl oder Bio-Olivenöl kann die Pflege manchmal besser ergänzen, als die Babyprodukte aus dem Supermarkt, die manchmal Substanzen enthalten, unerwünschte Wirkungen haben, ja sogar der Gesundheit schaden können.Testen Sie die Produkte erst an einer kleinen Stelle, um sicher zu stellen, dass Ihr Kind diese auch gut verträgt.Wenn Sie Babypuder verwenden, sorgen Sie bitte dafür, dass das Kind das Puder nicht einatmet, indem Sie Ihre Hand schützend vor das Gesicht halten. Pudern Sie in geringen Mengen und verteilen Sie es gleichmäßig. Zuviel Puder könnte die Poren verstopfen und die Haut ist dann nicht mehr atmungsaktiv. Das gleiche gilt für alle Hautpflegeprodukte. Weniger ist häufig besser.
  • Schneiden Sie die Haare, wenn das Kind schläft. Wenn Ihr Kind schläft, bewegt es den Kopf nicht und Sie können die Haare bequem schneiden. Benutzen Sie hierfür eine an den Spitzen abgerundete Schere.
  • Halten Sie die Nabelwunde trocken und sauber. Für 2-3 Wochen sollte die Nabelschnurwunde nicht befeuchtet werden, um Infektionen zu vermeiden. Sie können einen Schwamm benutzen, um den Bereich um den Nabel sauber zu machen. Reiben Sie nicht mit dem Schwamm. Tupfen Sie.
  • Reinigen Sie die Ohren nur von außen. Reinigen Sie nur die Ohrmuschel und niemals das Innere des Ohres. Ohrenschmalz ist kein Schmutz. Es ist eine natürliche Schutzbarriere. Bei falscher Reinigung, wird der Schmalz ins Innere des Ohres gedrückt und kann dort Entzündungen hervorrufen.
  • Benutzen Sie atmungsaktive und gut saugende Windeln. Stoffe im Urin können Babyhaut irritieren. Deshalb empfehlen wir Windeln, die den Urin gut aufnehmen. Tabu sind Windeln mit Plastik. Gute Windeln findet man bei Pampers. Jedoch sind auch andere Marken gut. Je nach Anatomie und Größe des Kindes kann eine Marke einen besseren Schutz bieten als eine andere Marke/Ausführung. Am besten man probiert mal alle guten Marken mal aus und legt sich dann für eine Zeit auf diese fest.
  • Nasenlöcher am besten nur von außen reinigen. Solange die Nase läuft, ist alles in Ordnung. Der natürliche Reinigungsmechanismus ist in Takt und meistens ist ein Nasenloch noch frei zum Atmen.Sobald aber die Nase verstopft, wird es sehr unangenehm für das Kind. Trinken und Essen fällt schwer und das Baby fühlt sich einfach unwohl.  Hier helfen Meersalzlösungen, die man mit einer Pipette vorsichtig ins Nasenloch gegeben  kann, damit der Schleimfluss wieder angeregt wird.Falls Sie mal einen Popel entdecken, der die Nase verstopft, können Sie versuchen, diesen durch kleine kreisende Bewegungen auf der Außenseite der Nasenflügel aus der Nase zu drücken.
  • Erhalten Sie die ersten Zähne des Kindes. Milchzähne sind extrem wichtig für die Zerkleinerung der Nahrung und für die Sprachentwicklung. Bei schlechten Zähnen oder bei Karies kann das Immunsystem geschwächt werden und ernste Folgekrankheiten können entstehen.Auch die Behandlung ist mit einem gewissen Risiko, da Sie meistens unter Vollnarkose bei einem sehr jungen Patienten stattfinden kann. Vollnarkosen sind mit Risiken verbunden. Im Extremfall kann der Tod eintreten.Wichtig ist also die Vorbeugung. Putzen Sie die Zähne von Anfang an. Gute Zahncremes haben unserer Meinung nach kein Fluorid (Siehe Artikel hier). Zahncreme mit Xylit und Silicia sind eher geeignet. Die Marke R.O.C.S. bietet solche Zahnpasta für Babys an.Beim Auftragen der Zahnpasta verwenden Sie bitte nur sehr wenig (so viel wie eine kleine Erbse).Karies wird durch Bakterien verursacht wird. Das Kind steckt sich meistens durch eine Speichelübertragung an. Oft erfolgt die Übertragung, wenn die Eltern beim Füttern Speichel übertragen, wie z.B. beim Testen der Temperatur mit dem eigenen Mund. Vermeiden Sie also, dass Ihr eigener Speichel in irgendeiner Form in den Mund des Kindes gelangt.Viele Kleinkinder leiden an dem  Nursing-Bottle-Syndrom.

    Dieses Krankheitsbild wird durch das Dauernuckeln an Saugflaschen hervorgerufen. Vor allem die Fruchtgetränke und Kindertees sorgen für die schlechten Zähne. Meistens sind die Vorderzähne im Oberkiefer betroffen. Um die Milchzähne zu erhalten, sollten Sie  auf solche Getränke verzichten. Geben Sie älteren Kindern (ab dem 9 Monat) nur Wasser zu trinken. Hierzu sei noch gesagt, dass nicht die Menge an kariesfördernden Substanzen  ausschlaggebend ist, sondern die Häufigkeit des Kontakts mit ihnen (Säuren, Zucker etc.). Dauernukeln ist also besonders gefährlich.Das wichtigste ist jedoch, dass Sie die Zähne jeden Tag mehrmals putzen. Sobald die ersten Milchzähne da sind, sollten diese auch mindestens einmal pro Tag geputzt werden. Putzen Sie mit einer Kinderzahnbürste und einer erbsengroßen Menge Zahnpasta (Zahnpasta für Milchzähne ohne Fluorid). Vermeiden Sie Zahnpasta mit Geschmack, weil diese eher von den Kindern runtergeschluckt wird.

  • Übertreiben Sie es nicht. Übertriebene Hygiene könnte sogar Langzeitschäden, wie z.B. Asthma und Allergien hervorrufen. Das Kind braucht sogar ein wenig Schmutz und Bakterien, damit das Immunsystem aufgebaut wird.

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