Baby-Sicherheit: 38 Tipps

Baby Sicherheit

Die wichtigsten Dinge, die Sie bezüglich der Sicherheit und Gesundheit Ihres Babys wissen sollten:

(1) Lassen Sie das Kind niemals unbeaufsichtigt. Wenn Sie schon nicht im gleichen Zimmer sein können, dann sollten Sie das Kind wenigstens so absichern, dass es sich nicht verletzten kann und gleichzeitig so, dass Sie es zumindest noch hören können. Wir empfehlen ein Babyphone mit Kamera z. B. von Vosmep, Philips Avent, Nuk oder ein günstigeres von Audioline oder Hello Baby. Mit einem Babyphone können Sie das Baby per geräuschempfindlichem Lautsprecher und per Videokamera beobachten und hören.

Achten Sie darauf, dass die Videoübertragung auch bei schlechten Lichtverhältnissen möglich ist. Verbessern Sie die Lichtverhältnisse mit einem Nachtlicht oder indem Sie die Tür einen Spalt offen lassen, so dass etwas Licht hinein kommen kann. Etwas mehr Licht verbessert die Videoqualität solcher Babyphones.

(2) Dem Kind sollte nicht zu kalt oder zu warm werden. Kleiden Sie das Kind so, wie auch Sie sich wohl fühlen würden. Häufig werden Kleinkinder zu warm angezogen. Da das Kind die Temperatur noch nicht gut selbst regulieren kann, besteht die Gefahr einer Überhitzung, was Spekulationen zufolge zum plötzlichen Kindstod führen kann. Neugeborene können ruhig ein bisschen wärmer angezogen sein, bis sie sich an die kälteren Bedingungen außerhalb des Schwangerschaftsbauches gewöhnt haben.

Kontrollieren Sie die Temperatur durch Handauflegen am Bauch und im Nacken.

(3) Halten Sie eine vernünftige Hygiene ein. Kinder sollten nicht völlig vor Bakterien geschützt werden. Das würde nur das Immunsystem schwächen.

In den ersten Wochen nach der Geburt hingegen sollte ein hoher Standard an Hygiene gewahrt werden. Sterilisieren Sie alle Flaschen und Sauger und waschen Sie alles, womit das Neugeborene in Kontakt kommt, in regelmäßigen abständen. Lassen Sie Ihre Haustiere nicht mit dem Neugeborenen in Kontakt kommen.

Wenn das Kind älter wird (ein paar Monate später) sollten Sie einfach das Haus mit natürlichen Mitteln putzen und Desinfektionsmittel völlig meiden.
Schauen Sie sich mal in Ihrem Bioladen oder Reformhaus nach sanften Alternativen um.

Vermeiden Sie auch, das Kind zu häufig zu baden. Durch zu häufiges Waschen würde die Haut ihren natürlichen Säureschutzmantel verlieren. Pilzinfektionen könnten die Folge sein. Waschen (Baden) an jedem 2. oder 3. Tag (je nach nachdem wie schmutzig das Kind ist) reicht völlig aus.

(4) Kantenschutz: Sichern Sie scharfe Kanten ab. Falls sich in Ihrer Wohnung scharfe Kanten befinden, sollten Sie diese durch spezielle Gummi-Ecken absichern. Fragen Sie im Fachhandel danach. Kostenpunkt ca. 1 Euro pro Schutzecke.

(5) Halten Sie Chemikalien, Alkohol, Kosmetika, Zigaretten, Messer, Feuerzeuge, Geschirr etc. außerhalb der Reichweite von Kindern. Stellen Sie alle Chemikalien und andere gefährlichen Sachen auf eine erhöhte Ablage, welche das Kind nicht erreichen kann.

Kleinkinder haben die Vorliebe – sobald Sie laufen können – Schränke und Schubladen zu öffnen und alles, was sie finden, in den Mund zu nehmen oder einfach Dinge zu sich herunterzuziehen.

Sie können Schränke und Schubladen mit einem speziellen Stopper versehen, der das Öffnen verhindert. Weitere Informationen dazu gibt es im Fachhandel. Kostenpunkt: ca. 2 Euro pro Schrank.

(6) Steckdosenschutz: Sichern Sie Steckdosen mit einem speziellen Steckdosenschutz. Ältere Kleinkinder könnten in Steckdosen Dinge hineinstecken. Wenn diese aus Metall sind besteht Stromschlaggefahr.

(7) Lassen Sie das Kind nicht alleine in der Badewanne. Schon bei 9 cm Wasserhöhe (etwas mehr als eine Handbreit) kann ein Kind ertrinken. Etwa 20% aller tödlichen Unfälle im Kleinkindesalter sind Ertränkungsunfälle.

(8) Vermeiden Sie die vorschnelle Gabe von Medikamenten.
Bitte prüfen Sie den Beipackzettel sorgfältig. Denken Sie daran, dass es sich bei den meisten Medikamenten um chemische Verbindungen handelt, bei denen man neben der gewünschten Wirkung evtl. diverse unerwünschte Wirkungen (sog. Nebenwirkungen) mit in Kauf nehmen muss, die dem Körper und der Gesundheit extrem schaden können. Sehen Sie sich deshalb alle Nebenwirkungen genau an und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Es gibt Medikamente, die nicht unbedingt notwendig sind.

(9) Erhalten Sie die ersten Zähne des Kindes. Milchzähne sind extrem wichtig für die Zerkleinerung der Nahrung und für die Sprachentwicklung. Bei schlechten Zähnen oder bei Karies kann das Immunsystem geschwächt werden und ernste Folgekrankheiten können entstehen.

Auch die Zahnbehandlung im Kleinkindesalter ist mit einem gewissen Risiko verbunden, da Sie meistens unter Vollnarkose bei einem sehr jungen Patienten stattfindet. Im Extremfall kann der Tod eintreten.

Wichtig ist also die Vorbeugung.

Karies wird durch Bakterien verursacht. Das Kind steckt sich meistens durch eine Speichelübertragung an. Oft erfolgt die Ansteckung, wenn die Eltern beim Füttern Speichel übertragen, wie z. B. beim Testen der Temperatur mit dem eigenen Mund. Vermeiden Sie also, dass Ihr eigener Speichel in irgendeiner Form in den Mund des Kindes gelangt.

Viele Kleinkinder leiden an dem Nursing-Bottle-Syndrom. Dieses Krankheitsbild wird durch das Dauernuckeln an Saugflaschen hervorgerufen. Vor allem Fruchtgetränke und Kindertees sorgen hier für schlechte Zähne; dabei sind meistens die Vorderzähne im Oberkiefer betroffen. Um die Milchzähne zu erhalten, sollten Sie also auf solche Getränke verzichten. Geben Sie älteren Kindern (ab dem 9. Monat) nur Wasser zu trinken. Hierzu sei noch gesagt, dass nicht die Menge an kariesfördernden Substanzen ausschlaggebend ist, sondern die Häufigkeit des Kontakts mit ihnen (Säuren, Zucker etc.). Dauernukeln ist also besonders gefährlich.

Sorgen Sie auch für die richtige Zahnpflege, um Karies zu vermeiden.

Sobald die ersten Milchzähne da sind, sollten diese auch mindestens einmal pro Tag geputzt werden. Putzen Sie mit einer Kinderzahnbürste und einer erbsengroßen Menge Zahnpasta (Zahnpasta für Milchzähne ohne Fluorid – Zu finden im Reformhaus). Vermeiden Sie Zahnpasta mit Geschmack, weil diese eher von den Kindern runtergeschluckt wird. Anfänglich werden nur die Kauflächen der Kinder gereinigt und ab etwa dem 2 Lebensjahr kann das Kind beginnen, sich die Zähne selbstständig zu putzen (erst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen.)

Wir empfehlen Zahnpasta ohne Fluorid, da Fluorid im Verdacht steht krebserregend zu sein. Außerdem verursacht es bleibende hässliche Flecken, wenn Fluorid in größeren Mengen im Kleinkindesalter gegeben wird (Fluorosis). Hinzu kommt, dass es eigentlich ein Nervengift ist. Sie können also getrost ganz auf Fluorid verzichten.

(10) Sorgen Sie für eine abwechslungsreiche und richtig zubereitete Kost. Die Mahlzeiten von Kindern sollten abwechslungsreich sein mit vielen Früchten, viel Gemüse und einer schonenden Zubereitung, so dass die Vitamine nicht zerstört werden.

(11) Kaufen Sie BIO. Verwenden Sie kein gespritztes Obst und Gemüse, weder für das Kind noch für Sie in der Stillzeit. Da Pflanzenschutz- und Düngemittel in den Boden einsickern und dann von der Pflanze in jede einzelne Zelle transportiert werden, hilft es kaum, die Frucht oder das Gemüse zu waschen oder zu schälen.

Bioprodukte sind keine Alternative, sie sind die einzige mögliche Wahl, wenn Sie ihr Kind nicht zusätzlich gefährden wollen.

(12) Füttern Sie Ihr Baby niemals, wenn es gerade lacht oder weint. Nehmen Sie sich Zeit. Zwingen Sie das Kind nicht zu essen. Beim Lachen oder Weinen atmet das Kind tiefer ein und das erhöht das Risiko, Der Mund sollte frei sein, bevor Sie weitere Nahrung geben. Die Nahrung sollte nur gekochte, weiche, kleine, altersgerechte und wenn möglich pürierte Lebensmittel enthalten.

(13) Füttern Sie Gläschennahrung mindestens einen Monat später, als das angegebene Mindestalter, um einfach sicher zu gehen, dass Ihr Kind soweit ist, die Nahrung gut zu vertragen und schlucken zu können. Es eilt ja nicht.

(14) Bestimmte Gemüsearten sollten bei Kleinkindern vermieden werden, da Sie unter Umständen einen höheren Nitratgehalt haben. Die Begründung dazu lautet: der Sauerstofftransport im Blut kann unter Umständen durch Nitrat – was im Körper zu Nitrit umgewandelt werden kann – gehemt werden und bei Kleinkindern zu innerem Ersticken führen. Viele Säuglinge haben noch nicht die ausreichenden Mechanismen, Nitrite im Körper unschädlich zu machen. Deshalb sollten folgende Gemüsearten bei Säuglingen vermieden werden: Eisbergsalat, Rucola Feldsalat, Kopfsalat, Rettich, Kohlrabi, Fenchel (Biofencheltee ist wahrscheinlich in Ordnung), Rote Rüben / Rote Bete, Kresse, Spinat, Radieschen, Mangold, Rhabarber

(15) Gefährliche Gegenstände gegen Umsturz sichern. Kleiderständer, kleine Fernseher, Regale etc. können leicht umfallen, wenn das Kind an ihnen zieht oder drückt. Sichern Sie diese ab oder tauschen Sie sie aus.

(16) Wechseln Sie die Schlaf-Lage des Kindes aber nicht auf den Bauch. Da das Baby noch ein weiches Knochengerüst hat, sollte man das Kind immer in eine etwas andere Lage zum Schlafen legen. So verhindert man Deformierungen des Knochengerüsts. Legen Sie Ihr Neugeborenes aber niemals auf den Bauch, da es schlechter atmen kann. Ausserdem steht die Bauchlage im Verdach, den plötzlichen Kindstod auszulösen. Veraltete Meinungen, dass das Kind gemäß der Schwerkraft Erbrochenes besser los wird und nicht einatmet, stimmen nicht. Heute weiß man, dass wenn das Baby auf dem Bauch schläft, liegt die Luftröhre unter der Speiseröhre, so dass Erbrochenes viel leichter in die Luftröhre fließen kann, als wenn das Baby auf dem Rücken liegen würde. Säuglinge, die auf dem Bauch liegen, schlafen gewöhnlich viel tiefer, so dass Sie nicht so schnell aufwachen, wenn Sie sich erbrechen. Sekunden, die u.U. fehlen könnten.

(17) Vermeiden Sie, dass Ihr Kind aus dem Bett fällt. Wenn Sie Ihr Kind in Ihr Bett legen, dann bitte nur mit größter Vorsicht. Säuglinge fallen sehr häufig aus dem Bett und verletzten sich schwer.
Decken Sie das Kind mit einer leichten Decke zu. Es könnte sein, dass das Kind sich unbewusst während des Schlafens die Bettdecke über den Kopf zieht und dann in Atemnot gerät. Es gibt mittlerweile gelöcherte Decken, die Sie verwenden können. Auch wenn Sie Ihr Kind mal selbst zu sich ins Bett nehmen, sollten Sie darauf achten, dass das Kind unter keinen Umständen, unter Ihre eigene Decke geraten könnte. Treffen Sie diesbezüglich Vorkehrungen, damit dies nicht passieren kann.

(18) Bewahren Sie Plastiktüten nicht in der Reichweite von Kindern auf. Viele Kinder spielen bevorzugt mit Plastiktüten. Diese können aber bei einer Verkettung unglücklicher Umstände über den Kopf des Kindes gelangen und einen Mangel an Sauerstoff erzeugen, so dass das Kind ersticken könnte.

(19) Sichern Sie elektrische Kabel. Kinder kauen manchmal auf elektrischen Kabeln herum. Halten Sie daher elektrische Kabel ausserhalb der Reichweite Ihres Kindes.

(20) Konsultieren Sie bei Krankheiten und Unfällen einen zuständigen Arzt. Wenden Sie sich bei schweren Krankheiten und Unfällen immer an einen Kinderarzt oder wählen Sie direkt den Notruf (Tel: 112).

(21) Sichern Sie gefährliche Bereiche in Ihrer Wohnung / im Haus. Sie können auch ein Schild an die Tür hängen (für älteren Kinder und Erwachsenen), dass diese Tür geschlossen bleiben muss. Herdgitter, Türgitter und andere Kinderschutzgitter können helfen, dass das Baby nicht in Bereiche gelangt, in die es nicht soll.

(22) Befestigen Sie Regale. Manchmal verwenden ältere Kleinkinder Regale als Klettergerüst und dann stürzen diese auf das Kind ein. Befestigen Sie Regale stabil an der Wand.

(23) Räumen Sie Stolperfallen aus dem Weg. Wenn das Kind anfängt zu laufen, sollten Sie darauf achten, dass sich keine Gegenstände im Weg befinden. Sturzunfälle sind die häufigste Unfallart in Deutschland (ca. 50% aller Unfälle bei Kleinkindern). Schon eine Falte im Teppich kann zur Stolperfalle werden. Entfernen Sie auch unsichere Läufer, um ein Ausrutschen zu vermeiden.

(24) Verwenden Sie dicke Teppiche. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie Ihre Wohnung mit dicken Teppichen ausstatten, damit sich das Kind weniger stark verletzt, wenn es mal hinfallen sollte. Alternativ kann man bei einem Laminatboden auch weiche Matten (Im Baumarkt unter Trittschalldämmung / Dämmmatten bekannt) unterlegen, die bei Stürzen das Kind vor schweren Kopfverletzungen schützen. Verwenden Sie hier dicke Varianten der Matten.

(25) Entfernen Sie Giftpflanzen. Überprüfen Sie die Umgebung des Kindes auf Giftpflanzen und entfernen Sie diese. Klicken Sie auf den nachfolgenden Link für eine Liste mit giftigen Pflanzen (inkl. Bilder).
Geben Sie Ihrem Kind Vitamine. Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Vitamine. Vor allem Vitamin C und die B-Vitamine wie auch die restlichen Vitamine bewahren das Kind nicht selten vor Krankheiten und fördern die körperliche Entwicklung Ihres Kindes. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kinderarzt über Dosierung und Art der Verwendung. Lesen Sie außerdem den Beipackzettel.

(26) Achten Sie auf eine freie Nase beim Stillen. Damit es beim Stillen zu keiner Atemnot kommt, sollte die Nase des Babys frei bleiben. Im Fachhandel findet man entsprechende Nasenschleim-Absauger für Kleinkinder.

(27) Sichern Sie das Kind auf dem Wickeltisch ab. Lassen Sie das Kind auf dem Wickeltisch keine Sekunde unbeaufsichtigt. Es könnte aufgrund einer schnellen Bewegung herunterfallen und sich ernsthaft verletzten.

(28) Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind im Kinderwagen abgesichert ist. Viele Unfälle (bei älteren Kleinkindern) ereignen sich, weil das Kind aus dem Kinderwagen fällt. Es kann dabei zu lebensgefährlichen Schädelverletzungen kommen.

(29) Achten Sie auf Abnormalitäten. Suchen Sie bitte Ihren Kinderarzt auf, wenn Ihr Kind z.B. eine schlechtes Hautbild hat, ungewöhnlich schlaff und müde wirkt, einen deutlichen Belag auf der Zunge hat, längere Zeit (ein paar Wochen lang) überhaupt keinen Appetit hat oder unaufhörlich und über einen längeren Zeitraum schreit.

Ein gesundes Kind bewegt sich viel und ist in der Regel sehr aktiv. Es zappelt, dreht sich, wackelt mit den Armen und Beinen, lächelt, schreit vor Freude, usw. Wenn das Kind in den ersten Lebensmonaten viel schläft, dann ist das nichts Ungewöhnliches. Manche Kinder schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und an einigen Tagen noch länger.

In den ersten Wochen ist auch der Stuhl verfärbt. Seien Sie beruhigt. Das ist ganz normal. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie immer mit Ihrem Kinderarzt darüber sprechen.

(30) Setzen Sie das Kleinkind nie starkem Sonnenlicht aus. Babyhaut ist besonders empfindlich gegenüber starkem Sonnenlicht, da die Haut noch dünner ist als beim Erwachsenen. Nach meiner Erfahrung kann zur Sommerzeit in Deutschland ein Sonnenbrand bei Kleinkindern bereits innerhalb von 20 Minuten entstehen, was verschiedene gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann.

(31) Rauchen Sie nicht in der Nähe des Kindes. Rauchen wird auch als eine mögliche Ursache für das Eintreten des plötzlichen Kindstodes diskutiert. Aber auch unabhängig davon sollten Sie die anderen gesundheitlich negativen Faktoren berücksichtigen, welche Zigarettenrauch nach sich ziehen kann.. Eine Zigarette enthält über 50 giftige Substanzen. Rauchen ist schädlich für die Entwicklung der Lungen und des Immunsystems und sollte deshalb in der Nähe des Kindes absolut vermieden werden.

(32) Lassen Sie das Baby nicht mit Schnüren, Seilen, Kabeln oder ähnlichem spielen.  Es besteht ein gewisses Risiko der Verstrickung und damit Erstickung, wenn Ihr Kind mit Schnüren spielt.

(33) Verzichten Sie im ersten Lebensjahr auf Honig. In Honig fand man Bakterien (Botulismus-Bakterien), die sehr hitzebeständig sind und mit denen die Immunabwehr des Kindes sehr schlecht zurecht kommt. Schwere Lähmungserscheinungen können die Folge sein.

(34) Halten Sie Papierkörbe und Mülleimer aus der Reichweite des Kindes. Sobald Ihr Kind laufen kann, wird es alles erkunden wollen. Da sich gerade Papierkörbe auf gleicher Augenhöhe befinden, ist es für das Kind ein Leichtes diese zu durchwühlen. Verwenden Sie deshalb Papierkörbe und Mülleimer mit Sicherheitsverschluss oder halten Sie diese aus der Reichweite des Kindes.

(35) Verwenden Sie kein Eukalyptus oder andere ätherischen Öle. Viele ätherischen Öle haben eine zu starke Reizwirkung. Es kann zu Schockzuzständen kommen oder sogar zur Atemlähmung.

(36) Sichern Sie Treppen durch ein Gitter. Kleinkinder haben noch keine Erfahrung mit Höhen und Tiefen. Wenn Sie Ihrem Baby z.B. eine Laufhilfe geben, kann es schnell sein, dass es die Treppen hinunterlaufen will. Man sollte hier ein Gitter vor der Treppe anbringen und es dann sicher verschließen. Kostenpunkt: ca. 30 Euro.

(37) Vermeiden Sie Ängstlichkeit. Seien Sie nicht ängstlich, dass etwas passieren könnte, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Treffen Sie vernünftige Vorkehrungen, um möglichst alle Risiken auszuschließen. Das Kind braucht Bewegungsfreiheit und sollte nicht auf Schritt und Tritt korrigiert fühlen. Zu Häufiges Eingreifen kann das Kind unter Umständen verunsichern und spätere Unfälle provozieren. Gerade, wenn ein Kind älter ist, sollte es sich auf die eigenen Fähigkeit verlassen können. Auch sollte das Kind lernen, Gefahren selbstständig aus dem Weg zu gehen.

(38) Beherrschen Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen. Den meisten Unfällen kann man mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begegnen. Nicht alle Maßnahmen, die für den Erwachsenen gelten, gelten auch gleichzeitig für das Baby.
Sie sollten dafür einen Kurs besuchen, der es Ihnen praxisnah beibringt, welche Maßnahmen man bei Säuglingen und Kleinkindern ergreift. Einige wertvolle Tipps können Sie auch mit der Google Online-Videos-Suche finden.

 

Ein Gedanke zu „Baby-Sicherheit: 38 Tipps“

  1. Das ist wirklich einmal eine pragmatische Auflistung. Toll. Aus eigener Erfahrung würde ich unter Punkt 21 noch explizit den Schutz am Backofen erwähnen. Denn die Scheibe wird extrem heiß und wenn der Backofen nicht hochgestellt ist, kommen die Kleinen sehr schnell daran.

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