Babys schreien lassen – Eine schlechte Methode!

Baby schreien lassen

Die Nähe und die Kommunikation zur Mutter ist wichtig. Die Natur hat es so vorgesehen, dass das Baby ständig bei der Mutter ist, da es dort am sichersten ist und sich geborgen fühlt. Die Natur hat auch dafür gesorgt, dass die Mutter das starke Bedürfnis hat, dem Kind zu helfen, wenn es schreit.

Was bedeutet schreien?

Der Schreireflex dient dazu, die Bezugsperson oder eben Personen in der Nähe, darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmt, auch wenn es „nur“ das Alleinesein ist.

Sollte man auf das Schreien reagieren?

Die Mutter sollte auch für das eigene Wohlbefinden auf das Babyschreien reagieren.

Das Kind drückt sich mit Schreien aus und wenn es etwas möchte, sollte es das mitteilen können, auch wenn das durch längeres Schreien erfolgt, bis die Ursache abgestellt ist. Schreien ist normal und sollte als Kommunikation und Alarmsignal verstanden werden.

Ist es sinnvoll dem Baby das Schreien abzugewöhnen?

Das Schreien des Babys ist eine gute und effektive Methode, auf Misstände aufmerksam zu machen. Es dem Kind abzutrainieren, kann unter Umständen fatale Folgen haben.

Wie sieht es mit mentalen Folgeschäden aus, wenn man das Kind durchschreien lässt?

Babys haben noch nicht das Gefühl dafür entwickelt, dass die Person, die sie verlässt, wiederkommt. Wenn es sich verlassen fühlt und Trennungsängste hat, sollte das Kind beruhigt werden. Auch wenn man dem Baby das Schreien abgewöhnt hat, ist es unwahrscheinlich, dass es damit auch diese Ängste bzw. andere Probleme nicht mehr hat. Das Unwohlsein, was vorher das Schreien ausgelöst hat, ist ja immer noch da. Es einfach schreien zu lassen, ist keine gute Idee, da es mentale Folgeschäden davontragen kann.

Babys sind nicht dazu da, um alleine gelassen zu werden, auch wenn man alle 10 Minuten nach ihnen schaut. Schreien ist schließlich ein natürliches und sinnvolles Bedürfnis, die Eltern auf etwas aufmerksam zu machen. Babys möchten nicht alleine sein. Alleine gelassen zu werden, kann eine Trauma erzeugt und somit mentale bzw. soziale Folgeschäden nach sich ziehen.

Die frühe Bindung zur Mutter ist wichtig. Man spricht auch von Urvertrauen, das aus der engen Mutter-Kind-Bindung hervorgeht. Ist dieses Urvertrauen gestört, kann es sein, dass es dem Kind später schwerer fällt Vertrauen aufzubauen und soziale Bindungen zu knüpfen. Welche Folgeschäden aus verschiedenen modernen „Durchschrei“-Methoden entstehen können, ist noch nicht abschließend geklärt. Es ist von einem erhöhten Risiko auszugehen.

Es besteht auch der Verdacht, dass sich die Methode negativ auf ein natürliches Schlafverhalten auswirkt und verstärkt Ängste ausgelöst werden könnten. Eltern berichten, dass deren Kinder sich nach diesen Methoden noch schlechter beruhigen lassen als vorher. Einige Kinder schreien intensiver als zuvor. Auch vermehrte Angstzustände wurden beobachtet.

Schadet oder nutzt nächtliches Durchschlafen dem Baby, auch wenn es nicht schreit?

Wenn man bedenkt, was Muttermilch alles in der Entwicklung des Kindes leistet, kann man nur zu dem Schluß kommen, dass eine Auslassen der Muttermilch über die ganze Nacht hinweg, nicht gut sein kann. Das Kind muß mit Muttermilch (und notfalls mit Muttermilchersatz) zu den Zeiten gefüttert werden, wie es der kindliche Körper verlangt. Der Stoffwechsel des Kindes ist darauf ausgelegt. Dieser folgt einem evolutionsmäßigem Muster, welches wahrscheinlich die beste Strategie darstellt, um die Versorgung des Kindes mit nötigen Nährstoffen sicherzustellen.

Auch die körperliche Nähe in der Nacht ist wichtig um die körperliche, soziale und psychische Entwicklung zu fördern.

Aber was ist mit der Mutter? Sie benötigt doch auch Schlaf!

Um Schlafentzug vorzubeugen, sollte die Mutter sich dem Wach-Schlaf-Rythmus des Kindes gleich von Geburt an anpassen. Die Natur hat es so vorgesehen, dass die Mutter ständig beim Kind ist und mit dem Kind wach ist, um auf dessen Bedürfnisse schnell und adäquat reagieren zu können, aber auch den Schlaf mit dem Kind zu teilen, um sich selbst vor körperlicher Schwäche/Krankheit zu schützen.

Ein ständiges beim Kind sein, erhöht außerdem die Muttermilchausschüttung und trägt so zum Wohlbefinden bei.

Gibt es Alternativen zu den radikalen „Durchschrei“-Methoden, um das Kind zu beruhigen und es zum gesunden Schlafen zu bringen?

Folgen Sie den Tipps hier und hier

Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Kind in einem Bett schlafen. Der enge Kontakt zur Mutter trägt zu Beruhigung und zu einem optimalen Rhytmus von Wach-und Schlafphasen bei, dass dem kindlichen Organismus und der Psyche des Kindes sehr nutzt. Das Kind versehentlich zu erdrücken oder andererseits zu schädigen, wenn es im gleichen Bett schläft, halten wir für äußerst gering. Achten Sie einfach darauf, dass die Decke nicht über eine bestimmte Höhe gezogen wird.

Anmerkungen

Grundsätzlich sei gesagt, dass Babys praktisch nie durchschlafen – auch nicht mit der Schreien-Lassen-Methode. Die Vorstellung, dass das Baby „schlafen lernen“ sollte, um „besser“ zu schlafen oder „unabhängiger“ zu sein, ist schlichtweg falsch.  Babys haben ein anderes Schlafverhalten als Erwachsene. Baby möchten regelmäßig gefüttert werden und sind von daher vorprogrammiert, alle paar Stunden aufzuwachen und Muttermilch zu verlangen. Und wenn niemand da ist, wird geschrien! Das ist normal und auch gut so. Das Baby hier weiterhin alleine und schreien zu lassen, ist ein Methode die völlig unmenschlich und falsch ist. Wenn das Kind ca. 3 Jahre alt ist und ständig in der Nacht aufwacht und schreit, ist dies eine andere Sache. Es hier kontrolliert schreien zu lassen nachdem andere Beruhigungsmethoden und verständnisvolle Zuwendung  versagt haben, ist sicherlich in vielen Fällen angebracht. Eine Baby ist jedoch keine 3-jähriges Kind und erst recht kein Erwachsener. Im Babyalter sollte diese Schreienlassen-Methode absolut tabu sein.

Haben Sie Erfahrungen mit Schreien-Lassen-Methoden gemacht? Bitte hinterlassen Sie ein Kommentar und lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben.

 

Ein Gedanke zu „Babys schreien lassen – Eine schlechte Methode!“

  1. Die Schreien-Lassen-Methode ist absolut falsch! Säuglinge machen das, weil ihnen fehlt. Die Bezeichnung „braves Baby“ ist total daneben. Ein Baby, das weint ist keine „böses Baby“, sonder eines, das Bedürfnisse hat, für das die Eltern aufkommen müssen. Sollte es oft schreien, fehlt ihm wohl was.

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